Corona positiv – was jetzt?

Ein positiver Corona-Test bedeutet heute in den meisten Fällen eine akute Atemwegsinfektion, die zu Hause auskuriert werden kann. Wichtig ist vor allem, andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen und bei einem erhöhten Risiko oder deutlicher Verschlechterung frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen.

Das Wichtigste zuerst

Was Sie jetzt tun sollten

Zu Hause erholen

Bleiben Sie bei akuten Beschwerden nach Möglichkeit für drei bis fünf Tage und bis zu einer deutlichen Besserung Ihrer Symptome zu Hause.

Andere schützen

Reduzieren Sie Kontakte, insbesondere zu älteren, immungeschwächten oder anderweitig besonders gefährdeten Menschen.

Verlauf beobachten

Achten Sie darauf, ob sich Ihre Beschwerden allmählich bessern. Bei deutlicher Verschlechterung, ungewöhnlich starken Beschwerden oder erhöhtem gesundheitlichem Risiko sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Andere schützen

Wie kann ich das Ansteckungsrisiko verringern?

SARS-CoV-2 wird vor allem über die Atemwege übertragen. Besonders in geschlossenen Räumen können einfache Maßnahmen das Risiko für andere reduzieren.

Kontakte reduzieren

Vermeiden Sie während der akuten Erkrankung nach Möglichkeit enge Kontakte. Das gilt besonders gegenüber Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Regelmäßig lüften

Regelmäßiges Stoßlüften senkt in geschlossenen Räumen die Konzentration infektiöser Aerosole.

Maske bei unvermeidbaren Kontakten

Wenn sich Kontakte in Innenräumen nicht vermeiden lassen, kann eine gut sitzende medizinische Maske oder FFP2-Maske andere zusätzlich schützen.

Husten- und Nieshygiene

Husten oder niesen Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge und achten Sie auf eine gute Händehygiene.

Krankheitsverlauf

Was ist bei einem unkomplizierten Verlauf zu erwarten?

COVID-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen. Häufig treten Beschwerden wie Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit oder Magen-Darm-Beschwerden auf.

Bei einem unkomplizierten Verlauf steht die Behandlung der Beschwerden im Vordergrund. Ruhe, ausreichendes Trinken und eine an das Befinden angepasste Aktivität sind in der akuten Krankheitsphase sinnvoll.

Wenn sich Ihre Beschwerden nicht allmählich bessern, nach einer vorübergehenden Besserung erneut deutlich verschlechtern oder neue ausgeprägte Beschwerden auftreten, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Besonders wichtig bei erhöhtem Risiko

Bei erhöhtem Risiko frühzeitig Kontakt aufnehmen

Manche Menschen haben aufgrund ihres Alters, bestimmter Vorerkrankungen oder einer ausgeprägten Immunschwäche ein höheres Risiko für einen komplizierten oder schweren COVID-19-Verlauf.

Wenn Sie aufgrund Ihres Alters, bestimmter Vorerkrankungen oder einer Immunschwäche ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt zu uns auf – auch wenn die Beschwerden zunächst mild erscheinen. Wir können prüfen, ob eine frühe Behandlung oder engmaschigere Verlaufskontrolle sinnvoll ist.

Warten Sie bei deutlicher Verschlechterung nicht ab. Insbesondere zunehmende Atemnot, ausgeprägte Schwäche, Kreislaufprobleme oder andere ungewöhnlich starke Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Wann brauche ich dringend Hilfe?

Bei schweren Beschwerden nicht abwarten

  • ausgeprägte oder zunehmende Atemnot
  • starke Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb
  • Bewusstseinsstörungen oder ausgeprägte Verwirrtheit
  • Kreislaufzusammenbruch oder schwere Kreislaufprobleme
  • deutlich zunehmende allgemeine Verschlechterung
  • andere Beschwerden, die Sie als akut bedrohlich empfinden

Bei lebensbedrohlichen Beschwerden rufen Sie 112. Außerhalb unserer Öffnungszeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Weitere Informationen zum Notdienst

Termin in unserer Praxis

Bitte vorher Kontakt aufnehmen

Wenn Sie während einer akuten COVID-19-Erkrankung eine Untersuchung in unserer Praxis benötigen, kontaktieren Sie uns bitte vor Ihrem Besuch.

So können wir Ihren Termin passend organisieren und das Infektionsrisiko für andere Patientinnen und Patienten möglichst gering halten.

Nach der akuten Erkrankung

Belastung wieder schrittweise an das Befinden anpassen

Nach einer Infektion kann die Leistungsfähigkeit noch einige Zeit vermindert sein. Steigern Sie körperliche und sportliche Aktivität deshalb entsprechend Ihrem Befinden schrittweise und vermeiden Sie eine deutliche Überlastung.

Eine pauschale feste Sportpause für alle Menschen nach COVID-19 ist nicht erforderlich. Bei ausgeprägten Beschwerden, Brustschmerzen, Atemnot, Herzrasen oder ungewöhnlicher Belastungsintoleranz sollte vor einer stärkeren Belastung eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Beschwerden bleiben bestehen?

Erholung kann unterschiedlich lange dauern

Nicht alle Menschen fühlen sich unmittelbar nach der akuten Infektion wieder vollständig belastbar. Wenn Beschwerden ungewöhnlich lange anhalten, sich erneut verstärken oder insbesondere eine ausgeprägte Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung auftritt, sollte dies ärztlich eingeordnet werden.

Weitere Informationen zu länger anhaltenden Beschwerden finden Sie auf unserer Seite zu Long COVID und ME/CFS.

Informationen zu Long COVID und ME/CFS

Weiterführende Informationen

Aktuelle Informationen zu COVID-19

Weiterführende Informationen zu Erkrankung, Übertragung und Schutzmaßnahmen stellt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf infektionsschutz.de bereit.

Informationen zu SARS-CoV-2 auf infektionsschutz.de

Benötigen Sie ärztlichen Rat?

Bei einem unkomplizierten Verlauf können Sie sich zunächst zu Hause auskurieren. Bei einem erhöhten Risiko, deutlicher Verschlechterung oder Unsicherheit nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

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